Roadtrip Tag 3 – Monaco und Avignon

Leider waren es an dem Tag auch echt viele Kilometer, die runterzufahren waren; mit dem kleinen Startproblem des GPS-Trackers waren es über 700km an dem Tag. Trotzdem konnten wir zwei Städten unsere Aufwartung machen: Monaco und Avignon.

Zunächst sind wir über die Schnellstraße zu unserem Familia in Castelnuovo gefahren; drei mal Gardasee und davon zwei mal in dem Hotel in Castelnuovo prägen. Der Einkauf war wieder schwer, weil man ja nicht den ganzen Supermarkt mitnehmen kann. Und alles sieht so gut aus! Das Frühstück wurde autofahrend auf der Autobahn eingenommen, man muß ja Kilometer machen. Die Strecken dort sind wenig spannend: Alles flach und hie und da wechselt man die Autobahn. Astrid hat die Zeit wieder genutzt um über die Probleme der Welt nachzudenken.

In der Gegend von Genua wird es bergig und die Gegend schaut spannender aus. Die Autobahn schwenkt dann entlang der Mittelmeerküste, aber nicht in Wassernähe, sondern in den dortigen Hügeln. Daher fährt man ganz nach italienischer Art von Tunnel zu Brücke und ab in den nächsten Tunnel.

The call of nature brachte uns einen extrem hübschen Parkplatz. Am Hügel mit Terrassen für Picknicktischen, im Wald ein Spielplatz und eine Hundeauslaufzone. Einfach nur wow.

Das ganze geht bis zum Ende von Italien, aber auch in Frankreich ändert sich wenig.

Die Abfahrt nach Monaco kommt bald nach der Grenze. Man kurvt über erstaunlich kleine Straßen den Berg runter, hätte von oben eine schöne Aussicht, aber man kann nirgends anhalten. Dann folgt man seinem TomTom zu der rausgesuchten Parkgarage über immer kleinere Straßen. Das liegt nicht am TomTom, das liegt an den wirklich kleinen Straßen. Astrid hätte schon in der Hälfte als Autofahrerin aufgegeben.

Die gesuchte Parkgarage haben wir natürlich verpaßt, aber wir haben eine ähnliche kurz danach gefunden. Alles sehr klein, alles sehr kuschlig. Da ist der Toyota mit dem Wenderadius eines Sattelschleppers genau der richtige um Spaß zu haben. Die Garage hat einen Ausgang direkt am Hafen, das ist schon cool.

Cool war es aber so ganz und garnicht. 35°C und mehr machten für Astrid die Stadt zum Selbstmordgrund. Und zum Casino ging es auch noch den Berg rauf. Dafür sah man die Yachten um so besser!

Sie hat daher zunächst mitten in den hypermodernen Türmen der Modegeschäfte Rast gemacht.

Das Casino mit dem Park und dem Springbrunnen war aber wortwörtlich um’s Eck.

Der ganze Bereich rund um das Casino ist Maskenzone. Das macht die 35 Grad nicht besser. Zum Glück haben wir die Light-Editionen von Astrid mit.

Von der anderen Seite des Casinos hat man einen hübschen Ausblick auf das Meer und das Casino selbst. Und eine frische Meeresbrise.

Zurück zum Auto ging es bergab, in die heiße Garage und schon kämpften wir uns mit dem Auto den Berg wieder hoch. Wir fanden dabei eine Tunnelstraße quer durch Monaco. Auch sehr spannend. Die französische Autobahnauffahrt hat mich dann völlig verwirrt, da man dort weder etwas zahlen konnte noch ein Ticket für die Einfahrt bekam. Nach langem Suchen ging ohne sichtbare Aktion meinerseits der Schranken auf. Die erste Mautstellen haben dann auch fixe Beträge verlangt. Wozu dort eine Mautstelle ist, weiß wohl keiner.

Auch die Tankstellen sind in Frankreich einfach anders. Man muß an der Zapfsäule zahlen. So weit so gut. Man muß aber schon beim Bezahlvorgang die Benzintype wählen. Und hier kommen wir auch bei Shell zu einer französischen Unart. Sie übersetzen alles gerne, in sehr seltsame andere Sprachformen, aber dann hört es i.A. bei den Produkten auf. Daher muß man die Benzintypen in französisch wählen. Jetzt weiß ich, daß Gazole Diesel ist. Also alles stornieren und von vorne Beginnen… Man lernt alles.

Auch die Mautstellen sind spannend. Man wird zum Zahlen aufgefordert, hält die Kreditkarte hin und es passiert lange Zeit garnix. Bis der Schranken aufgeht und man ein Merci bekommt. Dazwischen halt genau kein Feedback.

Nach vielen Stunden (man fährt ja in Frankreich sehr gerne nur 110) kamen wir nach Avignon, wo wir ein Best Western bestellt hatten. Am Flughafen. Der ist btw echt winzig und die Einfahrt ins BW ist spannend, weil einfach die Einfahrt zu ist. Das Tor geht auf, wenn man einen Klingelknopf auf der anderen Straßenseite drückt. Warum ich da bloß nicht gleich drauf gekommen bin. Wir sind jedenfalls nach dem Checkin gleich wieder nach Avignon reingefahren, haben eine spannende Garage genommen (mitten im Berg und für die Auffahrt will man sich am liebsten Anseilen, um nicht aus dem Auto zu rutschen), aber nach einem Lift und einer Treppe kommt man mit der Aussicht aus dem Boden:

Die gute Statue sieht sich das von oben an. Es wird schon alles gut werden.

Der Garten hat 2 Minuten vor unserer Ankunft geschlossen (bravo!).

Also zurück vorbei am Palast in die Altstadt.

Die Freßmeile ist trotz Corona eher voll.

Eigentlich sollte die Außenseite cool beleuchtet sein. Wir haben aber nirgends Informationen zum aktuellen Stand gefunden und haben es so auch nicht erwartet. Angeblich gibt es auf der Innenseite gegen Vorbestellung und Geld eine Lasershow zu Ehren Van Gochs. Wir sind jedenfalls mit dieser Aussicht wieder im Erdboden verschwunden und wollten Essen gehen.

Der bei unserem BW liegende KFC ist aber scheinbar nicht an Kunden interessiert. Obwohl die Öffnungszeiten mit 23 Uhr gepostet waren, wurden wir genauso wie viele andere um 21 Uhr mit verschlossenen Türen abgewiesen. Also sind wir woanders hingegangen (siehe Quiz des Restaurants). Damit haben wir noch einmal die große Dusche des Motels genutzt, bevor es am nächsten Tag auf das Boot ging.

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