In der Früh war gleich mal eine Regenpause, nachdem es die ganze Nacht durchgeschüttet hat und zwischendurch noch Gewitter dabei waren. Astrid hat wieder wenig geschlafen, denn sie findet solche Unwetter schlafstörend; mir sind sie herzlich egal. Also haben wir die Regenpause genutzt und sind losgefahren. Blöd, daß der Schleusenwärter nichts davon wußte. Also sind wir vor der nächsten Schleuse rumgehangen. Astrid hat sich an Land gewagt. Leider haben sie die Wärterhäuschen vermietet, sodaß der nette ältere Herr auch nicht weiterhelfen konnte. Die Telefonnummer am Holzhäuschen des Schleusenwärters war unlesbar. Beim dritten Versuch haben wir eine passende Nummer erraten und der der Schleusenwärter hat versprochen zu kommen. Bis dahin hat es wieder zu regnen begonnen. Also alles nach innen verlegt. Nur als Fahrer hat man es innen zwar trocken, aber es ist irgendwie schwer zu fahren, denn das sieht man dann…

Wir wollten bis in den Hafen von Decize kommen, denn da soll ein Intermache nur 150m entfernt sein. Vor der letzten Schleuse auf die Loire sehen wir, daß ein Carrefour einen eigenen Anlegesteg hat; mal was Neues. Nur wenige Meter weiter ist ein schöner Anlegeplatz mit Lidl und Mäcki direkt daneben. Also doch nicht weiterfahren, hier stehenbleiben.

Wir sind zu Fuß zum Lidl gepilgert und haben für die restliche Zeit am Boot eingekauft. Die Lidl hier haben noch vie lmehr gutes Zeug als bei uns. Wir hatten also kein Bedürfnis zum Carrefour zu gehen. Nach dem laaaangen Taschenausräumen zog es Astrid zum Mäcki für ein Mittagessen (Frühstück gab es wie häufig eh keines). Dort nehmen sie das mit COVID ernster als bei uns: Check des grünen Passes mit QR Scan, Anzahldeckelung für dine-in und namentliche Registrierung.
Nach der Mittagspause ging es wieder los, aber wir mußten wieder warten, da die nächste Schleuse von wem anderen gemacht wurde. Der Reiher saß einfach mitten in der Schleuse; da ist nicht viel los.

Da es wieder regnete, habe ich Seildienst von innen gemacht.

Der kurze Kanal zur Loire wird von Reihern und Schwänen ‘bewacht’.

Schon waren wir auf der Loire. Vielleicht wegen der vielen Regenfälle in letzter Zeit war die Strömung ziemlich heftig. Wir sind einen Großteil mit Vollgas gefahren, um nicht weggeschwemmt zu werden. Zuerst geht es an einer Insel vorbei, wo auch ein Campingplatz drauf ist.

Es soll noch ein paar alte Häuser auf der Insel geben, wir haben es aber nicht im Regen zum Anlegen gebracht.

Genau in der Kurve der Loire ist der Pömpel für die automatische Schleuse. Sehr spannend da hinzukommen und an dem Ding zu ziehen. Und natürlich danach auf das Öffnen der automatischen Schleuse mitten in der Strömung warten.

Wie alle automatischen Schleusen ist das Ding gähnend langsam. Dafür muß man nicht warten bis der Schleusenwärter mit einem Moped angedüst kommt. Hinter der ersten Schleuse kommt man in ein großes Hafenbecken, wo angeblich 80 Boote Platz haben. Uns war es nach dem Lidleinkauf egal und wir sind gleich zur zweiten automatischen Schleuse weiter. An den Metalldingern hängt btw. der Pömpel, den man zum Anmelden ziehen muß.

Der Canal Latéral ist in dem Gebiet breiter und gerader als der Canal du Nivernais. Die Treppelwege sind nicht für Radfahrer asphaltiert, die Brücken sind nicht so eng und die Bewachsung ist anders. Ist aber auch extrem schön.

Das heitere Schiffgolf gibt es aber auch hier. Man kann da z.B. Blumenkistl neben die Poller stellen.

Nach ein paar langen Geraden mit recht wenig Schleusen wurden wir mal wieder gefragt wie lange wir noch weiterfahren wollen. Wir konnten noch zwei Schleusen bekommen (quasi Luxus) und wir hätten um 18:05 noch die nächste Schleuse, die gefährlich knapp an 19 Uhr gegangen wäre, angeboten bekommen.

So haben wir uns aber für einen lauschigen Platz unter Bäumen entschieden.

Morgen sollten wir ab Mittag wieder Sonne haben. Hoffen wir, daß das stimmt.