Nach unseren Strand-Schnorchelgängen war es Zeit für ein Riff. Da die Touren im Statepark aktuell nicht durchgeführt werden, die Touren von ‘unserer’ Marina crazy expensive sind, sind wir zu Captain Hook gefahren (auch in Marathon). Dort kann man immer noch für ‘nur’ $49 auf die Schnorcheltour gehen.
Eigentlich wollten wir die Tour online buchen, aber die Seite hat einen klitzekleinen Bug: Nachdem man alles eingetragen hat, beschwert es sich über das nicht ausgefüllte Captcha. Hätte ich ja gemacht, nur wird da keines angezeigt. Also einfach die paar Meilen hingefahren und vor Ort gebucht. Die verbleibende Zeit wollten wir nicht in der Marina warten, also sind wir zum Sombrero Beach gefahren. Ein public beach, wo weder Parken noch Eintritt etwas kosten. Dafür gibt es Beachvolleyball und Cabanas gratis.

Am Beachvolleyballcourt haben sich 4 Norddeutsche einen Ball um die Ohren gehauen. In der Mittagshitze. Wer es braucht. Wir sind einfach zur Marina gefahren und da hat das Boot schon auf uns gewartet.

Die Leute waren ur nett und die Fahrt zum Riff war völlig ruhig. Aktuell gibt es quasi keine Wellen. Das Boot war auch ziemlich leer, gerade mal 11 Leute, davon 3 Taucher. Daher haben sie auch die Erklärung und die Überwachung sehr locker gehalten. Also gear an und über borad (‘the pool is open’).

Offenbar haben die Fische gelernt, daß Menschen füttern. Ich war der erste im Wasser und wurde brutal angebettelt. Durch stupsen und Reiben. Die ersten Minuten konnte ich keine sinnvollen Fotos machen,weil die recht großen Fische sehr aufdringlich gebettelt haben.

Ja, das Wasser war warm (Luft 32°C, Wasser 31°C) und es war klar. Und ohne Strömung. kann kaum besser werden. Es gab auch genug Fische, zum Teil in ganzen Schwärmen.

Die Fische haben überraschenderweise auch keinerlei Scheu. Da kann man rumschwimmen so viel man will, sie schwimmen kaum weg, manche kommen betteln.

Es kam auch kaum ein Wölkchen vorbei, sodaß es auch noch ungetrübt sonnig war. Man konnte sich daher auch in die Sandgräben zwischen den Riffrippen wagen, denn auch in 3-5 Metern war es noch schön hell.

Neben den vielen Korallen haben wir heute nahezu alle Fische auf der Scorecard gesehen. Auch die sonst seltenen Anglerfische zeigten sich in allen Variationen.

Nach einer Stunde im Wasser ging es zurück auf’s Boot, das Boot fuhr an das andere Ende des Sombrero Keys und wir durften die nächste Stunde ins Wasser.

Meine alte Action-Cam hat sich ganz gut geschlagen, auch wenn man bei solchen Touren Lust auf eine aktuelle Kamera bekommt (DJI hat z.B. sehr nette Action-Kameras herausgebracht).

Nach einer weiteren Stunde war dann leider doch Schluß. Im letzten Bild sieht man die Taucher beim Warten auf das Einsteigen. Und wie hoch die Fischdichte dort war, obwohl das das tiefere Ende mit den größeren Fischen ist.

Astrid hat die ganze Tour sehr gut überstanden. So gut, daß sie morgen wieder mit auf die Tour kommt. Denn wenn man schon hier ist, muß man mehr als ein mal aufs Riff. Beim Rausgehen haben wir gleich für den nächsten Tag reserviert, obwohl derzeit wenig los ist und die Gefahr größer ist, daß eine Tour nicht stattfindet, als daß sie ausgebucht ist.