Der Weg nach Moab war nicht sehr weit und damit konnte die Action beginnen.
Das Zelt war schnell zusammengepackt und nach nur einer guten Stunde mit dem Auto, waren wir schon beim Eingang des Arches NPs. Da stand aber ein seltsames elektronisches Schild in der Einfahrt, wo man schon voll in der Schlange zur Einfahrt steht. Man hätte das Schild jetzt so lesen können, daß man nur mehr nach vorher online reservierter Einfahrtszeit hinfahren darf. Astrid hat wieder ihr USA Datenpaket angeworfen und siehe da. Da muß man sich tatsächlich registrieren und reservieren. Das kostet natürlich auch Geld. Und, an dem Tag gab es nur mehr Einfahrtszeiten um 13 Uhr. Beim Buchen verschwand der Termin und schon waren wir bei 14 Uhr. Während des Buchens fragten uns mehrere, was das heißen soll, denn auf der Web-Seite des Parks stand natürlich nichts. Man kann aber natürlich vor 7 Uhr früh ohne Ticket reinfahren, aber das ist schon ein wenig hart. Wir sind daher umgekehrt und zum Canyonlands NP gefahren.

Da war auch eine lange Schlange. Und nach ein paar Minuten Warten kamen wir an einem kleinen Schild am Straßenrand vorbei: Von hier noch mindestens 1 Stunde zur Einfahrt. Da wir aber um 14 Uhr die Einfahrt bei Arches hatten, war das wohl ein übler Scherz. Also wieder gewendet und zum Dead Horse SP gefahren. Da war die Schlange recht kurz, dafür muß man $20 zahlen, weil ja kein National *. Und was bekommt man für den Eintritt? Sehr wenig, denn es sind 3 Meilen Straße bis zum großen Ausblick, wo es auch nur wenige Parkplätze gibt. Kurz davor gibt es ein paar Picknicktische. Mit ein wenig Kreativität konnten wir einen Parkplatz finden und die Aussicht ist tatsächlich cool.

Dann zum Picknickplatz, wo wir endlich frühstücken konnten. Bei dem Wetter macht das schon Spaß und die Aussicht ist auch echt super. Und zwischendurch finden sich Chip Munks.

Am nächsten Stopp sieht man so große helle Flächen. Das zugehörige Info-Schild erklärt, daß das eine private Firma ist, die Wasser in Solekammern gießt und in den Becken verdunsten läßt. Das herausgelöste Salz wird als Dünger verwendet.

Gleich daneben beweist die Natur wieder Willenskraft. Überall blanker Stein, aber der Baum wächst da raus. Einfach so.

Damit ging es zurück nach Moab, wo wir die KOA Hütte bezogen haben (alle Zeltplätze waren ausgebucht!) und danach zu Moab Tours (ja kreativer wird der Name nicht) gingen, wo Astrid ultimativ darauf bestand, 2 Tage ATV zu buchen. Den ersten Tag eine 5-stündige Tour namens Poison Spider und am 2. Tag den ganzen Tag ein ATV für uns alleine. Und mit der Aussicht echt viel Geld dort zu lassen, ging es zum Arches NP. Natürlich steht man auch mit der Einfahrtsreservierung eine ¾ Stunde Schlange, aber dann kann man (eh schon) die Serpentinen rauf zu Arches fahren.

Trotz Regulationsmaßnahmen war echt viel los. Die Parkplätze hatten aber immerhin meistens noch Platz für unser Auto. Daher waren die 3 Schwestern auch bald zu sehen.

Bei balanced rock haben wir uns zunächst mit einem Kurzstopp begnügt, denn dort wanderte gerade ein ganzer Bus mit Pensionisten rum.

Also gleich weiter zum Delicate Arch.
Da kann man entfernt parken und raufhatschen (das dauert und man ist definitiv nicht alleine dort oben), oder man fährt ein wenig weiter und sieht das Arch über einen Graben. Da wir aufgrund der späten Einfahrt ein wenig zeitknapp waren und ich nicht mit 1000 anderen vor einem Arch stehen wollte, haben wir uns für Variante zwei entschieden. Ich bin dann doch noch rauf auf den Aussichtspunkt, Astrid blieb mit ihrem Bein unten.

Weiter ging es zum devils garden, am Sand Dune Arch vorbei. Es wäre ja wirklich schön einmal dort den Campingplatz nutzen

Auch da ist Parkplatz knapp aber verfügbar. Ich wollte nur mal kurz zum Landscape Arch gehen, alles weitere wäre bei den 30°C natürlich angenehm gewesen, aber es war schon spät und Astrid blieb im Auto. Am Nachmittag stand die Sonne schon tief und das war eine echte Herausforderung für mein Handy. Aber es hat sich absolut fabelhaft gehalten. Da wäre meine echte Kamera nur mehr mit Mehrfachbelichtungen nachgekommen.

Am Landsccape Arch ist es mit dem Tele schon schwer und dann wollte ich es wissen: direkt in die Sonne.

Und dann noch mit unterschiedlich hellen Vordergründen.

Dieses Jahr war es mit Eidechsen leider nicht so toll, aber wir waren auch im Norden.

Der Aufstieg zu den höheren Arches konnte ich zeitlich nicht mehr schaffen, die kommen beim nächsten mal, wenn Astrid wieder fit ist (und wir es vielleicht schaffen dort zu campen). Das sieht nicht so gar arg steil aus, aber alle, die mir entgegen kamen, rutschten das obere Stück am Hintern runter.

Damit ging es langsam wieder zum Parkplatz zurück. Gerade die Strecke schaut aber in den beiden Richtungen komplett verschieden aus, sodaß dabei sicher keine Langeweile aufkommt.

Und damit noch zu einem Abstecher in die Windows Section.

Man könnte sich btw fragen, wie Astrid die ganzen Fotos von unterwegs schießt. Die drecke Windschutzscheibe geht halt für gute Fotos nicht. Hier die Antwort dazu.

Ich mußte dann halt auch noch meine Fotos draufgeben.

Am Weg nach draußen bin ich noch einmal beim balanced rock stehengeblieben, denn jetzt war dort nur wenig los. Also bin ich den ‘ganzen’ Minirundwanderweg gegangen. Spannend, wie sich der Rock aus verschiedenen Seiten verschieden darstellt.

Damit ging es über die Serpentinen wieder runter.

Und ich setzte meinen Wunsch zum Abendessen beim Mexikaner um. Der war so gut, daß wir die nächsten Tage dort Frühstück und Abendessen genossen haben. Und wenn wir nach Moab zurückkehren, ist der Mexikaner fest auf der Planungsliste. Am Abend hat Astrid noch auf ein Lagerfeuer bestanden, das dann nicht so toll funktionierte, denn offenbar war das Holz von der City Market Tankstelle nur semitrocken. Mit Anzündflüssigkeit ging es aber.
