Great Sanddunes NP, Rio Grande Gorge, Taos Pubelo und Santa Fe

Ein sehr voller Tag mit vielen Einzelzielen und Überraschungen.

Die Nacht haben wir auf eine Camping Cabin umgebucht, weil ich immer noch schön verkühlt bin und der Wetterbericht für die Nacht -2°C angesagt hat. astrid meinte charmant: Wennst nicht schon verkühlt wärst, wirst es nach so einer Nacht. Daher lieber die geheizte Cabin. Der KOA in Alamosa ist btw hervorragend, der Besitzer kümmert sich persönlich um Dich. Und wir haben die couples cabin bekommen. Nur ein großes Doppelbett.

Die erste Überraschung war die Fahrt in den NP. Da man in den USA nur rechteckige Straßenmuster kennt, braucht man doch eine gute halbe Stunde vom Campingplatz. Zwar mit der Kirche ums Kreuz, aber schneller wird es nicht. Schon vor dem NP sieht man die gigantische Sanddüne, die sich hier aufgebaut hat.

Der Sand aus dem ganzen sehr großen Tal wird in die Ecke zusammengeblasen. Am Berg bleibt er hängen, Wasser spült dann noch den Rest vom Berg runter. Und schon hat man mitten im Nichts eine riesige Sanddüne.

Astrid meinte an der Stelle, g’sehen haben wir’s, ich wollte noch ein wenig näher ran. Dabei fanden wir ein Reh, das genüsslich neben der Straße gefuttert hat. Dem war unser Auto sowas von egal.

Ich wäre ja ein bißl die Düne raufgegangen, aber der Weg bis zur Düne ist schon mühsam lange. Also nur Fotos aus der Entfernung.

Die Düne alleine reicht nicht für einen NP, daher ist auch der umliegende Berg dabei. Der ist aber mit normalen Autos nicht erreichbar. Es blüht aber aktuell alles sehr hübsch.

Das Frühstück haben wir beim Safeway besorgt (daher zurück nach Alamosa) und von da ging es nach Taos. Da war das Taos Pueblo unser Ziel. Auf dem Weg dorthin überquert man den Rio Grande Gorge auf einer bekannten Brücke. Von der am Abgrund liegenden rest area hat man super Aussichten auf die Brücke, den Rio Grande (der alles andere als grande ist) und den Gorge.

Danach senkt sich die Straße über einige Kurven hinunter …

… und es gibt in der Wilderness Area Flußzugang zum Angeln (was sonst in den USA) und raften.

Unser TomTom hat den Weg nach Taos gut gefunden. Bis wir an einem Sheriff, der mitten auf der Straße geparkt hat, gescheitert sind. Der gute Mann (sah sehr authentisch native american aus) erklärte uns, das Pueblo ist wegen eines Festes für zwei Tage geschlossen. Laut online-Kalender (wenn man sucht) war es nur einfach so geschlossen, die Feiertage waren an den nächsten zwei Tagen. Generell ist das Pueblo zwar Weltkulturerbe, für mich sieht es aber nach gar übler Touristenneppaktion aus. Um das Dorf besuchen zu dürfen, soll man ja auch $25 pro Nase Eintritt zahlen. Das sollten wir bei uns dann auch so machen… aber wir sind halt keine native americans. Spannend auch zu lesen: An Feiertagen sind keinerlei Geräte die irgendwie etwas aufzeichnen erlaubt. Wird an einem Feiertag ein solches Gerät auch nur gesehen (also typisch Mobiltelephone) wird es konfisziert und nicht mehr zurückgegeben. Ich nenne das schlichtweg Raub. Also eh gut, daß wir nicht dort waren.

Weiter ging es nach Santa Fe. Auf dem Weg dorthin hat Astrid einen Pottery-Shop gefunden, den sie gleich besuchen mußte. Man findet auch sehr viel von den hübschen Metallfiguren. Leider sah keine so aus, als würde sie den Transport nach Österreich überleben. Und obwohl alle aus Mexiko importiert waren, kostet selbst eine kleine Figur gleich mal 20$ und mehr. Das erscheint mir ein wenig teuer.

Nach einer kleinen Verwirrung wie der Hauptplatz heißt, haben wir auch gut nach Santa Fe hingefunden und konnten einen der seltenen Straßenparkplätze ergattern. Gleich mal eine Runde am Hauptplatz. Die Händler in den Arkaden haben gerade alles weggeräumt.

Weiter zur Kirche, die natürlich versperrt war.

Im Stadtzentrum sind berühmte Galerien und Museen zu finden. Da wird der Adobe Baustil wunderschön zur Schau gestellt.

Auch in den nahen Arkaden häufen sich die Shops. Überraschenderweise mehrere Christmas-Shops.

Auf dem Rückweg waren schon alle Händler vom Hauptplatz weg. Ab 16 Uhr tut sich da offenbar nix mehr.

Selbst Kirchen und das Rathaus sind im Adobe-Stil. Astrid findet den so hübsch, sie fragt sich, ob man Häuser in Österreich so bauen dürfte…

Am KOA angekommen, der nicht wirklich besonders für den Preis ist, konnten wir den fast Vollmond betrachten. Am nächsten Tag ist der letzte Super Moon (Harvest Moon) des Jahres. Schaut auch schon jetzt mit den Wolken cool aus.

Wir haben auch die Zeit am Abend dazu genützt, die restlichen Tage zu planen. Daher werden wir wohl NICHT auf den Pike’s Peak kommen, aber dafür einen Zoo und einen botanischen Garten in Wichita sehen (beides hatten wir noch nicht). Also kommt da noch Neues…

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