Rom Teil 2 – Tag 5

Der Tag fing schon mal speziell an. Da wir am Vortag nicht mit der Straßenbahn fahren konnten (die kam nie) und der Kilometer zwischen Lokalbahn und U-Bahn jetzt auch nicht so toll war, kamen wir auf die nächste Variante: Wir fahren zwei Stationen in die andere Richtung und nehmen dort die U-Bahn C. Also rausgefahren und bemerkt, auch hier ist eine Station nicht so klar definiert. Man steigt also aus und bemerkt, die U-Bahn ist 300m weiter. Wieder entlang der Straße ohne Schilder und ohne Übergänge bei Straßenquerungen. An der U-Bahn angekommen sehen wir, die fährt schon länger nicht mehr. Wir dachten, sie würden die Linie C verlängern (die neue beim Kolosseum), aber nein, offenbar haben sie mal zur Sicherheit die gesamte Linie C eingestellt. Und wie das von außen so aussieht schon länger. War beim Campingplatz aber keinen Hinweis wert, da steht immer noch U-Bahn nach rechts. Also dort in den Bus gestiegen und nach einigem Warten fuhr der auch los. Bis er im kompletten Stau saß. Also beim Mäcki den Bus verlassen und wieder auf die Lokalbahn gewechselt. Dafür hatten wir beim Umsteigen Glück, die Straßenbahn zum Kolosseum kam kurz nach uns und wir erreichten mit Verspätung unseren Start.

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Wir sind wieder entlang der Fußgängerzone geschlendert und waren erstaunt, daß an dem Tag noch mehr Leute unterwegs waren. Besonders in großen Gruppen.

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Wir sind dann in die Innenstadt abgebogen und Astrid wurde von Granite de Fragole (Erdbeer-Slushi) und Pistazien-Cannolo ‘überfallen’. Man braucht ja ein Frühstück.

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Gestärkt und nach einem Besuch bei Starbucks (man braucht ein Klo, weil das haben sie in Rom  nirgends, der Starbucks hat sogar zwei und man steht nur 20 Minuten Schlange) ging es zum Trevi-Brunnen. Und der war gerade trocken, die wöchentliche Reinigung hat zugeschlagen.

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Also weiter zur Spanischen Stiege und zum Pantheon.

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Beim Pantheon wurde mir wieder die Wahl gelassen: Astrid füttern oder gegessen werden. Wir haben uns zu einem Imbiss am Platz des Pantheons entschlossen. Gute Aussicht und gutes Essen zu einem für eine Hauptstadt erträglichen Preis.  Und wir haben uns ganz wie zuhause gefühlt: Der Kellner war genauso muffig wie der wiener Kellnercharm.

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Mit vollem Bauch ging es zurück zum wieder gefüllten Trevi-Brunnen, wo tatsächlich noch mehr Leute auf den kleinen Platz gepaßt haben.

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Über die Piazza Navona ging es durch die Innenstadt in Richtung Castel Sant’ Angelo. Der zwischenzeitliche Versuch zwei Lime Scooter zu starten scheiterte kläglich. Es gibt echt viele davon, aber zwei als Gruppe haben wir nicht geschafft. Vielleicht sieht man deswegen so viele Scooter mit 2 oder 3 Personen drauf.

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Von da ist es nicht mehr weit zum Vatikan.

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Die von Google KI empfohlene Straßenbahn 19 gibt es btw auch nicht mehr, man sieht Schienen aber sonst halt nix mehr. Also wieder die U-Bahn, die einen knappen Kilometer entfernt ist, genutzt, wieder den guten Kilometer bis zur Lokalbahn gehatscht und Astrid war dann echt tot. ‘Öffis in Rom sind echt zum Abgewöhnen’ ist die Grundessenz, die wir berichten können. Die Lokalbahn hat auch alle Stationen genau hinter den Ampeln. Daher wartet sie ewig bis es grün wird und wartet dann in der Station. Busse stehen gnadenlos im Stau. Es gibt sie auch in der Innenstadt, aber da überholt sie jeder Fußgänger. Straßenbahnen fahren langsam oder fallen ganz aus. Keine Ahnung was sie sich dabei denken…

Wie sagt es Astrid: Es war schön auch Rom gesehen zu haben, aber ich glaube nicht, daß ich mir das noch einmal antue. Und ich muß zugeben: So viel Dreck auf den Straßen ist schon speziell. Die ganze Innenstadt hat Pflaster, das sich in großen Teilen auflöst: Wellig oder Steine fehlen komplett. Das sind aber nicht irgendwelche Seitengassen, das sind die Hauptplätze bis in den Vatikan. Florenz hat Stil, Rom hat Dreck, viele Obdachlose oder billige Arbeitskräfte aus Afrika und Indien und hat die guten Tage schon lange hinter sich.

Am Abend beim Schreiben des Berichtes ging die laute indische Musik und das entsprechende Getrommle wie am Vortag noch lange in die Nacht hinein.