Nach kurzer Fahrt habe ich heute die Brookgreen Gardens (und damit South Carolina) erreicht. Die Gärten wurden in einem Reiseführer total bewundert und tatsächlich, man sollte sie nicht auslassen.
Ich bin kein großer Fan von Museen und Pinakotheken, aber Skulpturen in einen sehr schönen Garten zu stellen gefällt auch mir. Der Garten wurde – wie soll es hier auch anders sein – auf einer ehemaligen Plantation errichtet. Die verfallenen Reisfelder sind immer noch existent und können zwecks Wildtierbeobachtung besichtigt werden. Und wie es sich für eine Plantation gehört, gibt es die Alley of Live Oaks, (zumindest zu einem kleinen Teil) zu sehen im nächsten Bild:
Die Statuen sind fast ausschließlich aus Bronze, sind auf der offenen Wiese (wie im folgenden Bild) oder neben den unzähligen Wegen in bewachseneren Teilen versteckt. Nur eine Frage am Rande (von mir Kunstunfähigem): Warum sind 99% aller Statuen nackt?
Da es auch viele Teiche in den Gärten gibt, und der Sumpf nicht weit ist, haben sich auch einige Wildtiere eingeschlichen, so wie diese sonnende Schildkröte:
Da es auch viele Blumen gibt, die jetzt im herbst blühen, tummeln sich auch viele Schmetterlinge:

Diese Statue eines Pumas ist eigentlich nur am Sockel so richtig interessant. Wer kennt diese Art von Eidechse??? Sie ist sehr zutraulich und läßt sich angreifen ohne wegzurennen:

Im Springbrunnengarten sind die großen Statuen (zum Teil auch aus Marmor) so richtig rausgeputzt. Und wenn sie auf einem hohen Sockel stehen müssen, wie diese Maid:

Und hier eine seltene Marmorstatue am Wegesrand:
Ein zweiter Teil des Gartens ist als kleiner Zoo hergerichtet. Der natürliche Sumpf wurde mit Zäunen sehr weitläufig eingegrenzt und heimische Tiere hineingesetzt. Das sind Otter, Rehe, Aligatoren und viele Vögel. Die Vogelgehege sind natürlich auch mit Gitter überdacht und manche kann man begehen. Dieses Gehege ist wirklich riesig: Ein Stück Sumpf und ganze Bäume sind darin enthalten; der Mensch geht auf einem Bordwalk hindurch:
Der Aligator im Gehege ist genauso untätig wie die freien. Aber nett anzusehen sind sie immer:
Sehr viele verschiedene Käuzchen sind zu sehen; muß wohl eine kauzige Gegend sein:
Am Abend bin ich noch bis nach Charleston gefahren, wo ich auf dem Campingplatz bin, auf dem ich hier schon 2 mal zuvor war. Die Aussicht auf den See ist einfach zu schön, um einen anderen Platz zu nehmen. Hier habe ich auch die ersten Wolken seit Tagen gefunden. Beim Grillen ist gleich am Ufer ein ca. 0.5m langer Aligator vorbeigepaddelt und hat neugierig hergeschaut. Mal sehen ob es auch eine Mami dazu gibt, mein Zelt ist nur ein paar Meter vom Ufer entfernt…
Morgen geht es dann entgültig nach Florida. Mal sehen ob es Jacksonville oder gleich Titusville wird.