Der Tag hat wolkenos begonnen und die schöne Aussicht auf den See war in der Früh auch nicht zu verachten. Die Mama des kleinen Ali habe ich nicht gesehen und alles war noch eitel Wonne.
Heute war ein Fahrttag angesagt, da ich lieber mehr Zeit in Florida verbringen wollte als in Charleston, wo ich schon alles abgeklappert habe.
Die Fahrt verlief gut und ging flott vorran. Florida war daher (via Georgia) schnell erreicht, aber Wolken zeigten sich bald. Auch der erste kurze Regenschauer auf der Interstate war bald da. Da wir aber trotzdem sehr gut in der Zeit lagen, haben wir trotz Wolken einen Abstecher nach St. Augustine (http://www.staugustine.com/, http://de.wikipedia.org/wiki/St._Augustine_%28Florida%29) gemacht. Dort standen die Straßen zum Teil unter Wasser; also hatte es da mehr geregnet.
Der nächste Schreck war auch nicht so gut: Sie renovieren derzeit so gut wie alles: St. Augustine’s Historic Downtown ist vorwiegend eine Baustelle. Aber da begann mein glücklicher Teil: Genau am Hauptplatz fährt vor mir einer aus einer Parklücke und ich konnte GRATIS 2 Stunden stehen. Die ersten Fotos waren noch recht duster, aber am Horizont sah man blaue Löcher in den Wolken. Zunächst bin ich durch die alte Straße geschlendert und mir kamen einige Touristen in Notregenkluft entgegen. Als ich am Castillo de San Marcos (http://www.nps.gov/casa/) angekommen bin, war es dann sonnig:
Daher habe ich schweren Herzens $80 für einen neuen Nationalparkpaß ausgegeben, der jetzt ‚America the beautiful‘ Paß heißt (http://www.nps.gov/fees_passes.htm); ist wie der alte NP Paß mit Golden Eagle Sticker. Damit bewaffnet, durfte ich ins Castillio rein. Hier sieht man den alten ‚Burggraben‘ rund um das Fort:
Die Aussicht von der Mauer ist immer noch schön. Früher hat man halt mit den Kanonen auf die anderen geschossen, heute ist es doch friedlicher:
Zurück ging es wieder über die St. George Street, wo die meisten alten Häuser zu sehen sind. Leider sind nicht alle, oder eigentlich fast garkeine Häuser, erhalten wie dieses:
Die meisten Häuser sind Shops, Restaurants oder Konditoreien. Nicht besonders hübsch, aber die Leute scheinen es zu lieben. Das angeblich älteste Holz-Schulhaus ist davon jedoch (zum Glück) unbeeindruckt:
Und schon war ich wieder auf der Interstate, wo es immer nässer wurde, desto mehr ich in den Süden kam. Am Campingplatz war dann Weltuntergangswetter und überall stand das Wasser Zentimeter hoch. Schuld daran ist Invest 90, der seine Ausläufer hierher (grüner Punkt) schickt:
Und daher bin ich derzeit ziemlich am Ende meines Lateins. Es soll nun 1 Woche in Florida und allen angrenzenden Bundesstaaten Regnen und Winden. Da muß mir was einfallen, nur noch weiß ich nicht was. Der Weg weiter in den Süden ist (so schaut es jetzt aus) beendet. Scheinbar schaffe ich keinen USA-Urlaub ohne wetterbedingte Routenänderung. Nur diesmal tue ich mir sehr schwer mit Flüchten, denn erst ab Texas soll es besser werden; und Texas liegt auf dem Halben Weg nach LA…